Kassius und Florentius von Bonn

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Ikone der Bonner Stadtpatrone.

Gedächtnis: 10. Oktober und 2. Mai (Übertragung der Gebeine)

Die heiligen Märtyrer Kassius (auch Cassius) und Florentius waren römische Soldaten aus der berühmten Thebäischen Legion, einer Truppe christlicher Krieger aus Ägypten, die unter dem heiligen Mauritius stand. In treuer Nachfolge Christi weigerten sie sich, an heidnischen Opfern teilzunehmen und gegen unschuldige Christen vorzugehen.

Gemeinsam mit vielen Gefährten aus dieser Legion erlitten sie unter Kaiser Maximian den Märtyrertod. Der Überlieferung zufolge wurden Kassius und Florentius zusammen mit dem heiligen Gereon enthauptet, weil sie standhaft im Glauben an Christus ausharrten und dem kaiserlichen Befehl zum Abfall von der Kirche nicht folgten.

Der Ort ihres Martyriums ist das heutige Bonn, wo über ihren Gräbern eine Kirche errichtet wurde – das Bonner Münster, das bis heute die Reliquien der heiligen Märtyrer birgt. Dort werden sie mit großer Ehrfurcht verehrt. Eine Ikone in der Krypta erinnert an ihr Glaubenszeugnis.

Die heiligen Kassius und Florentius gelten als die Patrone der Stadt Bonn, deren Schutz und Fürbitte sie über viele Jahrhunderte erwiesen haben. Ihr Blutzeugnis steht in einer Reihe mit anderen heiligen Kriegern, die in Treue zu Christus ihr Leben gaben.

Sie wurden am 24. August 2023 durch Beschluss des Heiligen Synods der Russischen Orthodoxen Kirche (Protokoll Nr. 64) offiziell in den Heiligenkalender aufgenommen.